Sommerlicher Wärmeschutz für Gebäude: darauf kommt es an
Wirksame Wärmeisolation gegen Kälte ist für uns keine Frage! Beim sommerlichen Wärmeschutz sieht es schon anders aus. Worin wir uns alle einig sind: Im Winter soll die Wärme drinnen bleiben und im Sommer draussen. Die steigenden Temperaturen aufgrund des Klimawandel erhitzen auch unsere Lebensräume und Gemüter. Wir zeigen auf, was sommerlicher Wärmeschutz beinhaltet.
In den letzten Jahre haben Medien nicht nur über verheerende Waldbrände berichtet, sondern auch über die Zunahme von Klimageräten. Die Hitzeereignisse haben so zugenommen, dass sie zu unerwünschten Mitbewohnern mutiert sind.
Sitzt die Sommerhitze mal drin, kriegen wir sie fast nicht mehr weg.
Für die Zukunft sagen Wetterpropheten und professionelle Messgeräte noch mehr Hitze voraus. Es gilt also schon heute, sich dieser Problematik anzunehmen.
Auswirkungen von Hitze
Unsere ideale Körpertemperatur liegt bei zirka 37 Grad Celsius. Ab 38,5 Grad funktioniert unser Gehirn schon nicht mehr so gut. Nicht nur unser Gehirn wird bei steigenden Temperaturen immer mehr ausser Gefecht gesetzt, auch Medikamente haben grosse Probleme damit und wirken nicht mehr gleich.
Betablocker, die den Blutdruck senken, wirken bei Hitze zum Beispiel stärker. So kann ein gefährlicher Blutdruckabfall drohen.
Die gute Nachricht: Mit der Hilfe eines Bauberaters können wir in unseren Wohnungen und Eigenheimen einiges bewirken, um gelassener durch die heissen Tage zu kommen.
Beispiele, was Einfluss auf die Innenwärme hat
Gebäude erhitzen sich durch bauseitige Voraussetzungen oder durch Gegenstände in den Räumen oder draussen vor dem Haus. Vieles trägt zu einer Erwärmung bei.
Klassische Beispiele sind grosse Fenster. Je grösser die Fenster, desto mehr Raum für Erhitzung und sowie Wärmeverlust. Auch der mit Platten verlegte Sitzplatz nimmt viel Wärme auf und speichert sie.
In beiden Fällen ist eine konsequente Beschattung sehr hilfreich.
Was Eigenheimbesitzer:innen selbst tun können
Teppiche sind Wärmespeicher
Sie tragen im Sommer zu einer erhöhten Innenraum-Temperatur bei.
Klimaanlagen richtig einstellen
Die modernste Technik mag das Klima in unserem Eigenheim positiv beeinflussen. Um ihre volle Wirkung zu entfalten, bedarf sie jedoch einer korrekten Bedienung. Auch eine Klimaanlage sollte bewusst eingesetzt werden. Sie soll einen Raum nur soweit kühlen, wie nötig. Laut klimeo.de nicht mehr als 6 Grad Celsius tiefer als draussen. Ein zu hoher Temperaturunterschied schadet unserer Gesundheit und unserem Portemonnaie.
Staubsauger und Föhn
Es ist nicht nur die Aussenwärme, die Innenräume erwärmt bzw. aufheizt. Auch elektrische Geräte – ja sogar wir selbst mit unserer Körperwärme – leisten einen Beitrag. Auch der Staubsauger oder das Föhnen der Haare. Beides verbraucht viel Strom und erhitzt den Raum. Vielleicht muss man bei Hitze die Haare nicht immer föhnen und der Staub am Boden lässt sich zwischendurch mit einem Wischer grob einfangen und entsorgen.
Sommerlicher Wärmeschutz braucht viel Fachwissen
Was Haus- und Wohnungsbesitzer an baulichen Massnahmen vornehmen können, damit die Hitze draussen bleibt, kann meistens nicht pauschal beantwortet werden. Da jedes Haus einzigartig ist, unterschiedlich aus- und eingerichtet und verschiedenen lokalen Voraussetzungen ausgesetzt, empfiehlt es sich, einen Bauberater beizuziehen, der die Möglichkeiten aufzeigt.
Möglichkeiten für einen wirksamen Wärmeschutz sind vorhanden. Um sie sinnvoll auszuschöpfen, sind ein paar Abklärungen und Schritte nötig. Tatsache ist, dass Hitze zunimmt. Am meisten und am schnellsten können wir selbst handeln.
Den Fachexperten kontaktieren. Umsetzen. Und damit auch in Zukunft einen kühlen Kopf bewahren …
© bauszene.ch, 15.9.2025











