Fragen zum hbq-Geschäftsjahr 2018

Ein weiteres hbq-Geschäftsjahr geht zu Ende – höchste Zeit für einen Rückblick aufs Jahr 2018. Othmar Helbling, Inhaber hbq-bauberatung und bauzene.ch, hier im Gespräch.

Das Geschäftsjahr 2018 geht zu Ende. Gibt es eigentlich auch im Winter Bauabnahmen?

Als ich vor 14 Jahren als selbständiger Bauberater anfing, gab es im Winter eher weniger zu tun. Die tieferen Temperaturen hatten einen grösseren Einfluss auf die Bauarbeiten. Auch wurde diesem Umstand mehr Rechnung getragen und temperaturempfindliche Arbeiten wurden eher auf den Frühling verlegt.

Gibt es typische saisonale Baumängel?

Im Winter entstehen oft Probleme mit dem Fassadenverputz. Bei Kälte trocknet der nicht. Auch Kitt- und Abdichtungsprobleme gibt es im Winter oft. Eigentlich dürfte ab 5 Grad Temperatur nicht gekittet und gefugt werden:  Doch diesen Umständen wird leider immer weniger Beachtung geschenkt.

Othmar Helbling – Inhaber der hbq bauberatung und Bauszene.ch

Bauberater Othmar Helbling im Gespräch
hbq bauberatung GmbH

In welchen Regionen warst du 2018 alles aktiv?

Mein Schwerpunkt geht links und rechts vom Züri-See bis in den Aargau. Ich war aber auch im Wallis, im Tessin und in Graubünden tätig. Grundsätzlich bin ich in der ganzen Deutschschweiz tätig.

Was war 2018 der häufigste Baumangel?

Eine Art «running gag» waren die Mängel an Verputz und Dämmungen. Sie werden erst nach ein paar Jahren sichtbar. Dann ist im dümmsten Fall die Garantiefrist schon abgelaufen.

Was war die von den KundInnen am häufigsten gestellte Frage?

Viele Kunden kommen erst zu mir, wenn der Schuh drückt. Etwa, wenn es darum geht, sich einen Gesamteindruck von einer Immobilie zu machen.

Was ist der häufigste Fehler, den deine Kunden immer wieder machen?

Oft konzentrieren sie sich zu sehr aufs Interieur und Design, nicht aufs Dach oder auf die Fassaden. Oft trauen sich die Leute zu viel zu und holen zu spät Unterstützung.

Was ist der wichtigste Tipp, den du potenziellen Bauherren auf den Weg geben willst?

Genau schauen, mit wem man baut – oder wem man ein Haus abkauft. Man muss zwingend mehr sondieren als den Firmenprospekt. Immer gut ist es, mit früheren Kunden oder Auftraggebern zu reden. Die sagen meist offen, wie die Erfahrungen waren. Hilfreich ist auch das Handelsregister – wenn es um Struktur und Geschichte einer Firma geht. Investiert man dann auch noch 16 Franken in einen Betreibungsregisterauszug, kann man schon viel Spreu vom Weizen trennen.

Was war dein erfreulichstes Baustellenerlebnis 2018?

Immer eine Freude sind tolle Rückmeldungen zufriedener Kunden.

Was war dein ärgerlichstes Baustellenerlebnis 2018?

Es gibt einen Generalunternehmer, der sich weder um mangelnde Bauqualität noch doppelt so lange Bauzeiten schert. Sie operieren nach dem Prinzip «hire and fire», es ist das reinste Kommen und Gehen, sie verschleissen ihre Leute. Neuerdings haben die eine Tochterfirma gegründet, spezialisiert auf – kein Witz! – Baumängel. Die beheben die selbst verursachten Wasserschäden gleich selbst. Eine weitere in diesem Umfeld entstandene Firma ist auf Bauberatung spezialisiert. Die kopieren sogar Texte aus meinen Offerten. Das ist schon frech.

Was sind deine Wünsche und Ziele fürs Geschäftsjahr 2019?

Ich wünsche mir mehr Respekt auf dem Bau mit dem Umgang mit der Bauqualität. Ein frommer Wunsch, ich weiss.

Würdest du eigentlich selbst auch zum Bauberater gehen?

Unbedingt! Die Investitionen in die eigenen vier Wände sind zu gross, um nicht zu einem Bauberater zu gehen. Das ist sehr gut investiertes Geld. Man hat viel weniger Ärger und bekommt eine bessere Qualität.


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