Einbruchschutz: Weil vorbeugen besser ist als sich ärgern!

Vieles im Leben wird uns erst richtig bewusst, wenn wir es tatsächlich erfahren. Was nicht in unserem Sinn ist, klammern wir gern aus unserem Bewusstsein aus. Dazu gehören zum Beispiel Einbrüche. Und somit der Einbruchschutz. Dieser hat viel mit unserem eigenen Verhalten zu tun. Auch mit der Einsicht, dass es Dinge gibt, die nicht nur anderen, sondern auch uns passieren können. Tauchen wir nachfolgend in die Wirklichkeit ein.

Die wichtigsten Fakten voraus: Gegenüber 2021 hat sich die Zahl der Einbrüche in der Schweiz um 48 Prozent gesteigert. Konkret sind dies 46.070 Delikte.

Weitere Zahlen:

  • Diebe kommen vorzugsweise am späten Nachmittag bzw. am frühen Abend, wenn es früh dunkel wird.
  • Sie kommen, wenn die Bewohner weg sind.
  • Diebe brechen gerne dort ein, wo die Fluchtwege vielfältig und nahe sind. In der Nähe von Autobahnen oder in Grenzregionen. Am stärksten betroffen sind Gemeinden in der West- und in der Nordwestschweiz sowie im Jura in Nähe der
  • französischen Grenze. Sowie in der Anonymität von Städten und Ballungszentren.
  • Oft handelt es sich um Kriminaltourismus. So sind Diebesbanden aus Frankreich seit kurzem tagsüber, währenddessen die Bewohner:innen zu Hause waren, eingebrochen. Man nennt dies Home-jacking. Dabei gehen die Täter:innen mitunter sehr brutal vor.

Einbruch ist übrigens nicht gleich Einbruch. Wenn ein gewaltsamer Zutritt durch das Aufbrechen einer Tür oder eines Fensters erfolgt, handelt es sich um Einbruchdiebstahl. Wenn es keine Beschädigung gibt, Einschleichdiebstahl.

Quelle: Tagesanzeiger.ch – «Einbrüche nehmen zu: So stark betroffen ist Ihre Gemeinde»

Einbruchschutz: Weil vorbeugen besser ist als sich ärgern

Was empfiehlt die Polizei?

Wie im Internet, so verhält es sich auch im wirklichen Leben. Es gibt einfache Dinge, mit denen wir schon ganz viel verhindern können. Angefangen mit der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Mit Vorausdenken und Handeln.

Schliessen in Pflicht!

Offene Türen und Fenster (auch gekippte) stellen für Einbrecher eine Einladung dar. Auch wenn wir uns nicht vorstellen können, wie die da bei uns reinkommen sollten – sie können es. Leider. Heisst:

Öffnen nur, wenn Sie daheim sind und schliessen, bevor Sie das Haus verlassen. «Nur kurz» reicht, um ins Haus einzusteigen.

Anwesenheit signalisieren

Licht deutet auf Anwesenheit hin und der Briefkasten sollte täglich geleert werden.

Mehr ist beim Einbruchschutz immer besser. Deshalb sei hier das 3-Säulen-Modell des Einbruchschutzes von sicheres-wohnen-schweiz.ch erwähnt.

Das 3-Säulen-Modell des Einbruchschutzes

1. Organisatorische Massnahmen

Nebst den bereits erwähnten Massnahmen gehören dazu:

  • Zugang zu Tathilfsmitteln wie Leiter, Schere etc. verhindern
  • Zurückschneiden von Hecken und Pflanzen allgemein, damit Einsicht auf das Grundstück durch Nachbarn möglich ist
  • Absprache mit Nachbarn betreffend auffälligem Verhalten fremder Personen

2. Baulich-technische Massnahmen

Es wird geprüft, welche Bauteile eingebaut werden können, um die Sicherheit zu steigern. Diese werden in Widerstandsklassen RC (Resistance Class) 1 (Grundsicherheit) bis zu 5/6 (sehr hohe Sicherheit) eingeteilt.

Solche Bauteile können bei Fenstern, Türen, Schiebetüren und Schiebefenstern, Gittern, Rollläden und Rollgittern sowie Fassadenelementen eingesetzt werden.

3. Elektro-technische Massnahmen

Zu elektro-technischen Massnahmen gehören zum Beispiel:

  • Externe akustischer und optischer Signalgeber
  • Aussenleuchten mit Bewegungsmelder und integrierter Kamera
  • Bewegungsmelder
  • Biometrische Schalteinrichtungen
  • Videoüberwachung
  • etc.

Diese Tipps stammen aus der Broschüre «Gegen Einbruch kann man sich schützen»

Broschüre «Gegen Einbruch kann man sich schützen» PDF

Sicherheitsberatung anfordern

Sicherheitsberatungen bietet auch die Polizei an – kostenlos und unabhängig. Auch der Bauexperte unterstützt Sie, beim Bau oder einer Sanierung die wichtigsten Sicherheitsvorkehrungen zu berücksichtigen oder einen Fachmann beizuziehen.

Ganz gleich, wie Sie Ihr Eigenheim vor Einbrüchen schützen, eine vorsorgliche Beratung verhindert Unnötiges und Schlimmes!

© Bauszene.ch, 23.3.2026