Wasserschäden verhindern, damit Ihr Haus dicht ist

Nicht nur unsere Gedanken kennen praktisch keine Grenzen. Auch das Wasser. Und Letzteres ist ein wichtiges Thema für Hauseigentümer. Denn Wasserschäden können teure Kosten verursachen! Ein Überblick.

Wasserschäden gibt es immer wieder. Je nachdem, wie Hauseigentümer vorbereitet sind, je nach präventiven Massnahmen, je nach Intensität, fallen sie entsprechend aus.

Gute Vorabklärungen lohnen sich darum sehr. Damit Wasser mindestens eingegrenzt werden kann und allfällige Schäden nicht so teuer werden.

Schauen wir, wie die Experten von Wasserschäden, nämlich Versicherungen, diese einstufen.

Wasserschäden müssen nicht sein - Vorbereitung, Verhalten bei Schäden, Tipps

Arten von Wasserschäden

Wir unterteilen hier die Schäden auf zwei Hauptpunkte:

1. Unterhaltsmängel

Dazu gehören Rohrbrüche, Lecks in Wasch- und Spülmaschine, Aquarium etc. Also Schäden, die meistens alters- oder nutzungsbedingt entstehen.

Alterung durch Durchrostung von Leitungen und Rohren oder veraltete Dichtungen gehören zu den Hauptgründen von Wasserschäden. Welche Hauseigentümer:innen denken schon daran, die Wasserleitungen mal zu überprüfen?

Was wir nicht sehen, existiert in unserer persönlichen Welt oft nicht – oder wird schlichtweg unterschätzt.

Auch Schäden durch Rückstau aus der Kanalisation fallen in diese Rubrik. Rückstau führt häufig zu Schäden an Möbeln und Maschinen, die in Kellern stehen.

2. Naturereignisse

Die Natur wird immer unberechenbarer oder wir glauben vielleicht, dass alles vorhersehbar ist …

In diese Rubrik teilen wir Hagelschäden, Überschwemmungen etc. ein.

Laut bafu.admin.ch nehmen Starkniederschläge und damit verbundene Hochwasser zu. Zwischen 1972 und 2024 verursachten Hochwasser und Murgänge in der Schweiz durchschnittliche Schäden von rund CHF 321 Mio. pro Jahr. Über 90 % der Schäden durch Naturgefahren sind auf Hochwasser zurückzuführen.

Ursachen

Kleinere Schäden

Diese haben oft mit dem fehlenden regelmässigen Unterhalt zu tun.

Kleine Risse werden nicht kleiner, sondern grösser. Und irgendwann platzt das Rohr. Schon beim Bau eines Hauses bzw. von Stockwerkeigentum achten Bauexperten darum immer darauf, ob es undichte Stellen durch unsauberes Arbeiten gibt.

Grössere Schäden

Sie sind oft die Nachfolger von verschleppten kleineren Schäden. Oder sie entstehen aufgrund von Naturereignissen oder fehlender Baukontrolle während eines Baus.

Wir können nie alle Wasserschäden verhindern. Weil auch Baumaterial älter und schwächer wird. Weil der Regen seltener, dafür stärker wird.

Diesen Veränderungen versucht die Bauwirtschaft gerecht zu werden. Indem Klimawandel, neue Erkenntnisse zu Material, Verbrauch etc. erfasst und möglichst frühzeitig berücksichtigt werden. Hier ist eine regelmässige Zustandsanalyse eine der besten Massnahmen, um vorbereitet zu sein.

Welche Versicherung zahlt wann?

  • Wasser, welches das Mobiliar beschädigt und aus dem Innenraum kommt, wird durch die Hausratversicherung abgedeckt.
  • Schäden, verursacht durch die Natur (sog. Elementarschäden) werden durch die Gebäudeversicherung getragen.

Welche Schäden genau wann übernommen werden, dazu geben Ihnen die für Ihren Kanton zuständigen Versicherungen gerne Auskunft.

Im Wasserschadensfall richtig reagieren

Lassen Sie uns unterscheiden zwischen einem Vorher und einem Nachher.

Vorher

Die beste Massnahme ist – wie bei unserer Gesundheit – die Prävention. Schon der gesunde Menschenverstand hilft. Trotzdem hier ein paar Punkte, die Wasserschäden verhindern können.

Wasser hat die Eigenschaft, in die absenkende Richtung zu fliessen.

  • a) Alles, was wertvoll und teuer ist, gehört nicht in einen Keller oder Raum, wo Wasserschäden möglich sein können.
  • b) Fenster, Türen, Luftschächte etc., die unter Bodenniveau liegen oder von einem Bord umgeben sind, müssen gut abgedichtet sein oder der Rand erhöht. Diese Massnahmen können auch temporär eingesetzt werden, wenn Starkregen angesagt ist.
  • c) Elektrische Geräte wie Waschmaschinen oder Tumbler von Anfang an auf einem Sockel platzieren.
  • d) Es gibt Dachrinnen, die sind bei Starkregen überfordert. Diese müssen gut beobachtet werden. Wo fällt das Wasser hin und was macht es dann? Evtl. sind weitere bauliche Massnahmen erforderlich.

Nachher

Wichtig ist schnelles Handeln.

  • Strom abstellen
  • Hauptwasserhahn zudrehen
  • Bei akuter Gefahr keine betroffenen Räume betreten.
  • Vor dem Aufräumen Schäden gut dokumentieren
    Lüften und Trocken braucht Geduld. Wasser kommt zwar schnell rein, braucht aber umso mehr Zeit, bis es wieder weg ist.

Mögliche Wasserschäden im Auge und Mund behalten

Grundsätzlich ist jedes Haus, jede Eigentumswohnung, jedes Geschäftsgebäude etc. unterschiedlich gebaut. Das heisst, die genannten obigen Massnahmen sind und können nie vollständig sein.

Wichtig sind die regelmässige Überprüfung und Ansprache bei Stockwerkeigentümer- Versammlungen.

Kein guter Ratschlag wäre, im Falle eines Wasserschadens Künstliche Intelligenz zu fragen. Denn hier ist Wissen und Handeln angesagt. KI ist immer noch zu fehlerhaft, um sie für Notfälle einzusetzen.

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