Wärmepumpe: sinnvolle Förderung erneuerbarer Energie

Eigenheimbesitzer:in zu sein, kann manchmal ganz schön herausfordern. Insbesondere bei Heizungs- und Energiefragen. Schon alleine die Preise für Öl, Holz und Gas treiben das Haushalts- und bei öffentlichen Gebäuden das Unterhaltsbudget, schnell in die Höhe. Auch immer wieder ganz unverhofft politischer Willkür ausgeliefert zu sein, fühlt sich schlecht an. Die gute Nachricht: Es gibt sinnvolle Lösungen, die zugleich ressourcenschonend sind: Wärmepumpen – und das bei Neu- und Altbauten. Ein Überblick.

Die Themen im Überblick:

Luft-Wasser-Wärmepumpen: sinnvolle Förderung erneuerbarer Energie

Wärmepumpen: sinnvolle Förderung erneuerbarer Energie (Bild © Studio Harmony – stock.adobe.com – AI generiert)

Abhängig von Öl und Gas sein, fühlt sich nicht gut an …

Schon wieder steht eine extrem hohe Rechnung für Öl oder Gas an. Und jedes Mal erhoffen sich die Hauseigentümer:innen, dass die Kosten endlich sinken würden. Eine Beruhigung des Marktpreises ist nicht in Sicht. Er ist abhängig von der geopolitischen Lage, wohl aber am meisten von Förderfirmen, die diese auszunutzen wissen.

So sind die Kosten für die Heizung schlicht nicht planbar.

Zeit, sich mit sinnvoller Energie zu befassen. Mit erneuerbarer Energie mittels Wärmepumpen.

Vorteile von Wärmepumpen

Gleich vorweg: Bevor Sie abwinken, weil Ihr Haus zu alt ist, lieber zuerst den Wärmepumpe-Berater in Ihrer Region anfragen. Diese Fachleute können meist auf eine langjährige Berufserfahrung zurückblicken und kennen sich auch gut mit Öl-, Gas- und Holzheizungen aus. Die Impulsberatung für Ihre Heizung ist kostenlos und wird vom Bund gefördert, sofern Ihre bestehende Heizung älter als 10 Jahre ist.

Neutrale Einschätzung und professionelle Beratung

Im Rahmen der Beratung erhalten Sie eine neutrale Einschätzung zu möglichen Sanierungsvarianten sowie Informationen zu Förderbeiträgen und den zu erwartenden Kosten. So erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Wärmeversorgung Ihres Gebäudes.

Vielleicht helfen Ihnen die nachfolgenden Punkte schon weiter oder bilden eine Basis für mögliche Fragen.

Vorteil 1: Unabhängigkeit & Versorgungssicherheit:

Die gefürchtete Abhängigkeit von internationalen Lieferketten sowie von unsicheren Energieträgern wie Öl und Gas wird stark reduziert. Die restliche Abhängigkeit ist rein schweizerisch und mit der Kombination von PV-Anlagen durchaus handelbar.

2: Kombination mit PV-Anlagen:

Ein sehr hoher Eigenverbrauchsgrad (= produzierter Solarstrom für eigenen Haushalt) der Photovoltaikanlage ist möglich (in der Praxis oft über 50 Prozent auch ohne Batterie, je nach Gebäude und Regelung). Zudem kann der Primärenergiebedarf vom Stromnetz für die Heizung um über 80 Prozent reduziert werden.

Das sind sehr gute Nachrichten! Damit nicht genug. Wärmepumpen können neben nachhaltigem Heizen auch kühlen!

3: Wie ist der Vorteil «aktive und passive Kühlung» zu verstehen?

Moderner Wärmepumpe-Systeme, insbesondere Luft- und Erdsondenanlagen, bieten die Möglichkeit der aktiven und passiven Kühlung.

3.1 Aktive Kühlung

Die aktive Kühlung kann durch reversible Wärmepumpen mit Kühlfunktion aktiviert werden. Das ist besonders im Sommer spannend. Mit diesem System kann dem Gebäude Warmluft entzogen werden und wirkt wie eine Art Klimaanlage. Das heisst, statt Wärme zu erzeugen, entzieht die Wärmepumpe Wärme.

3.2 Passive Kühlung

Auch die passive Kühlung kühlt. Hier nutzt die Wärmepumpe die niedrigen Temperaturen des Erdreichs und des Grundwassers. Mit dieser Variante kann ein grosser Teil der Stromkosten gegenüber der aktiven Kühlung gespart werden.

Aufgrund der zunehmenden Hitzesommer sind diese Funktionen sehr wertvoll. Statt zusätzlich Klimaanlagen zu installieren, das bestehende System nutzen. So werden wertvolle Ressourcen eingespart.

Herausforderungen und Grenzen von Wärmepumpen-Systemen

Natürlich gibt es Punkte, die ein genaueres Hinsehen durch den Fachmann erfordern. Jedes Haus hat schliesslich seine eigene Herausforderungen. Die zwei wichtigsten kurz erklärt:

Lärmemissionen

Ja, die Luftwärmepumpe, die der Nachbar vor einigen Jahren installiert hat, ist vielleicht wirklich nicht zu überhören. Insbesondere in der Nacht, wenn der Aussenlärm reduziert ist und auch der Verkehr grösstenteils schläft, hört man sie gut. Und Lärm will man verständlicherweise nicht noch verdoppeln.

Ängste vor zu viel Lärm kann man beruhigt zur Seite legen. Für moderne Wärmepumpen-Systeme wie die von Lambda, ist Lärm in der Praxis kaum mehr ein Thema. Lambda stellt auch die leisesten und effizientesten Wärmepumpen am Markt her. Dabei ist wichtig, dass diese korrekt dimensioniert und platziert sind.

Wärmepumpen für Altbauten – Effizienz:

Da jedes Haus auf seine Art einzigartig ist, braucht es sicher eine Einschätzung durch den erfahrenen Wärmepumpe-Berater oder -Installateur.

Die Homey Haustechnik GmbH mit Sitz in Rapperswil SG, zum Beispiel, bietet eine kostenlose Impulsberatung an. Insbesondere bei Heizungen, die älter als 10 Jahre sind, lohnt sich die Sicht des Wärmepumpen-Fachmanns sehr. Laut eigenen Angaben erreicht die Homey Haustechnik mit ihren Systemen bei Altbausanierungen eine regelmässige Jahresarbeitszahlen (JAZ) von über 4.

Dieser Wert ist als sehr gut einzustufen. Bei Altbauten, die nie oder nur teilweise saniert wurden, sind – aufgrund höherer Vorlauftemperaturen – Werte zwischen 3,0 bis 3,5 oft das Maximum.

Planung und Installation

Sinnvoll planen ist enorm wichtig.

Auf moderne Wärmpepumpe-Systeme setzen

Es lohnt sich, mit dem Wärmepumpen-Fachmann abzuklären, wann neue Geräte auf den Markt kommen. Diese sind oft nochmals deutlich effizienter.

Planung, Umsetzung und Koordination aus einer Hand

Da die meisten Hauseigentümer:innen sich mit Technik eher schlecht auskennen, braucht es einen erfahrenen Berater, der es gewohnt ist, schlüsselfertige Lösungen umzusetzen. Für Interessent:innen bedeutet das: Planung, Koordination und Umsetzung aus einer Hand.

Planung dient auch der Klärung

Der Wechsel von einer Öl- oder Gasheizung zu einem Wärmepumpe-System muss gut geplant sein. Darum im Vorfeld lieber viele Fragen stellen. Dazu können auch die rechtlichen Rahmenbedingungen oder Fragen zur Förderung ein Thema sein.

Rechtliche Rahmenbedingungen / Förderung

Es lohnt sich, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderbeiträge des jeweiligen Kantons abzuklären. Ein ortsansässiger Handwerker weiss in der Regel Bescheid und kann Sie diesbezüglich umfassend informieren und beraten.

Das Ende von fossilen Heizungen ist Realität

Im Kanton Zürich, zum Beispiel, ist die Sanierung von fossilen Heizungen (= 1:1 Ersatz) nicht mehr zulässig bzw. stark eingeschränkt. Weiter werden Elektroheizungen 2029 verboten und müssen ersetzt werden.

Wertvolle Unterstützung durch Förderbeiträge

Im ersten Moment mag das – mit dem eh schon gestressten Budget – krass klingen. Aufgrund der Auswirkungen fossiler Systeme auf das Klima ist die Forderung nach einer Umstellung auf erneuerbare Energien jedoch berechtigt. Die gute Nachricht:

Für Wärmeverteil- bzw. Systemumstellungen (je nach Programmstand) werden pro Einfamilienhaus bzw. pro Objekt vom Kanton 15´000 Franken Förderbeitrag geleistet.

Für den Ersatz von Elektroheizungen durch die Installation einer Wärmepumpe gibt es zusätzliche Förderungen. In der Gemeinde Rapperswil-Jona zum Beispiel belaufen sich die kumulierten Förderbeiträge von Stadt und Kanton für ein reguläres Einfamilienhaus auf ca. CHF 4’500.– (Stand: 03.06.2026).

Möglichkeit für Steuerabzug?

Mit der geplanten Abschaffung des Eigenmietwerts ab ca. 2028 ist davon auszugehen, dass energetische Sanierungen künftig weniger stark steuerlich abzugsfähig sein werden.

Der Steuerabzug darf jedoch nicht das einzige Kriterium sein, um auf Wärmepumpen zu setzen. Geht es doch auch um Werterhaltung und um einen wertvollen Beitrag fürs Klima.

Betrieb und Wartung von Luft-Wasser-Wärmepumpen

Wie bei den meisten Technologien, ist eine Feinjustierung im ersten Betriebsjahr empfehlenswert. Die Praxis zeigt, bei modernen Luft-Wasser-Wärmepumpen fällt in der Regel kaum Wartungsaufwand an.

Schritt für Schritt zur erneuerbaren Energie!

Das Heizsystem umzustellen, ist ein zeitintensives Projekt. Und da die gesetzlichen Richtlinien für Heizsysteme bald ändern, lohnt es sich, einen ersten Schritt zu wagen. Zum Beispiel, unverbindlich einen Wärmepumpen-Berater zu kontaktieren. Im besten Fall hat er schon etliche Systeme installiert und kann auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken.

Sein Feedback unterstützt Sie im Hinblick auf die nächsten Schritte.

© Bauszene.ch, 2.6.2026