Jobmöglichkeiten im Baugewerbe für die Generation 50 plus

Den Job zu verlieren, ist ohne jegliche Ausnahme für alle Betroffenen hart. Je nach Alter und je nach Ausbildung und Berufserfahrung sind die Chancen mehr oder weniger günstig. Wie sieht es bei der Generation Ü 50 aus? Die gerne noch würde, vielleicht aber nicht mehr ganz so viel leistet und weder vermisst noch gesucht wird. 200 Bewerbungen im Jahr versenden und keine Chance haben, das stresst! Definitiv. Und das Baugewerbe? Wäre das eventuell eine Option? Die wichtigsten Tipps – vor allem für interessierte Umsteiger:innen – auf einen Blick.

Es gibt viele Arbeitslose, die sich nach einem neuen Job sehnen. Einige Betroffene, die sich mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit wenden, berichten über die schwierigen und mühsamen Voraussetzungen. Über den Frust, nirgends keine Chance zu erhalten. Mit Absagen sei dabei noch besser umzugehen als mit Stillschweigen.

Ob es in der Baubranche Möglichkeiten gibt?

Für gelernte Mitarbeitende ja. Klar. Weil es zu wenig gibt. Für Sie stehen die Chancen gut.

Es gibt immer auch Menschen, die einen Quereinstieg in neue Berufe schaffen. Meistens ist da der entsprechende Wille und dessen Signale deutlich spürbar, was zumindest zu einem Versuch führen kann.

Jobmöglichkeiten im Baugewerbe für die Generation 50 plus

Unter welchen Voraussetzungen sind Jobs im Baugewerbe als Quereinsteiger:in möglich?

Ausbildung, Auffassungsvermögen, Bereitschaft und Gesundheit

Wie in jeder Branche, ist die Ausbildung für offene Jobs auf dem Bau sehr wichtig. Wissen ist in allen Jobs Gold wert. Doch ist es für Unternehmen nur dann wertvoll, wenn es nicht bei der Theorie bleibt und ein gutes Auffassungsvermögen sowie die Bereitschaft, auch körperlich hart zu arbeiten, vorhanden sind. Gerade letzteres darf im Bauwesen nicht unterschätzt werden.

In der Baubranche tätig zu sein, bedeutet oft harte körperliche Arbeit. Natürlich nicht nur. Ja, es gibt auch Bürojobs. Denkarbeit. Kommunikation. Doch diese Jobs sind meistens schon mehr als genug abgedeckt.

Möglichkeiten entdecken und leben

«Wenn neue Mitarbeiter:innen, dann nur noch Gelernte.» Dieser Satz wird immer wieder von Firmeninhabern in der Baubranche ausgesprochen, die es mit Quereinsteigern probiert haben. Auf Nachfrage hin werden dann jedoch auch ein paar positive Beispiele genannt.

Solche, «die wirklich wollten. Die anpacken und mitdenken.»

Wer sich also Chancen auf einen Job in der Baubranche sichern will, kann mit bisherigen Erfahrungen mit Bauen oder ähnlichen Tätigkeiten einen gewissen positiven Einfluss nehmen. Sei es die Mithilfe bei einem Gartenumbau, einer Isolation, wenn ein Boden neu verlegt wurde etc. Zum Beispiel bei einem Freund, der vielleicht sogar in dieser Branche arbeitet.

Wer schon mehrmals bei solchen Arbeiten mit angepackt hat, erhöht seine Aussicht, zumindest mal angehört zu werden.

Schnuppertage und Probezeiten zeigen auf, was nur Schall und Rauch ist oder ob die bisherigen Erfahrungen erste Wissensgrundlagen gelegt haben.

Zum Beispiel, dass die Werkzeuge bzw. deren Namen bekannt sind und jemand keine zwei linken Hände hat.

Die Tatsache Gesundheit

Wer im Bauwesen arbeiten will, muss körperlich einiges aushalten können.

Es gibt Gründe, warum sich Bauarbeiter:innen früher pensionieren lassen können. Körperliche Arbeit, Wetter, Lärm und schädliche Emissionen rauben Kräfte und fordern ihren Tribut. An Körper und Psyche. Früher oder später.

Auch die Suva fordert. Aus gutem Grund. Geschehen auf Baustellen doch immer wieder schwere Unfälle. Erschöpfung, vielleicht auch Routine, dieser eine unaufmerksame Moment und schon ist es passiert.

Unser Körper ist einmalig und dem muss unbedingt Sorge getragen werden. Hier sind auch die Bauunternehmen in der Pflicht!

Der Blick auf die aktuelle Situation in der Baubranche

Grundsätzlich gilt: Wer einen Job will, kann in der Regel auch einiges an Argumenten vorweisen, die die Chancen erhöhen. Unwissenheit steigert die Gefahr, dass Baumängel entstehen und das ist leider ein verbreitetes Problem. Diese schaden nicht nur den Bauherr:innen, sondern auch den Bauunternehmen.

Eine weitere wichtige Gegebenheit im Bauwesen ist es, dass dieses Inflation als eine der ersten Branchen spürt. Dazu kommen saisonale Schwankungen, überhaupt die Tatsache, dass man oft entweder zu viel oder zu wenig zu tun hat – damit muss man umgehen können. Zuviel bedeutet in der Regel auch Überzeit, da die gesetzten Termine in den seltensten Fällen diskutierbar sind.

Auch wenn das Bauhandwerk vielleicht einfach aussehen mag, braucht es für Gelernte wie für Quereinsteiger viel Willenskraft, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft zum Lernen.

Bauszene.ch, 22.1.2026