Bauherrenberater: Hilfe, die sich auszahlt

Der Kauf einer Wohnung ab Papier oder der Bau eines eigenen Einfamilienhauses ist für Laien ein komplexes Thema. Entsprechend gross ist das Risiko schwerwiegende Fehler zu machen, Fehler, die unter Umständen teuer zu stehen kommen.

Weder der Immobilienmakler noch der eigene Architekt sind zur Vermeidung von Fehlern unbedingt hilfreich. Der Makler ist seinem Auftraggeber verpflichtet, der Architekt trägt die Verantwortung – auch wenn er vom Bauherrn beauftragt ist – nur zu einem Teil selber. Verträge mit Handwerkern werden immer vom Bauherrn direkt unterschrieben.

 

Konkrete Hilfe vom erfahrenden Fachmann

 

Einen Bauherrenberater beizuziehen kann sich darum lohnen. Meist handelt es sich dabei um erfahrene Architekten oder Ingenieure, die sich ganz auf die Beratertätigkeit verlegt haben und in der Kammer unabhängiger Bauherrenberater (KUB) zusammengeschlossen sind. Zwar scheinen ihre Honorare von 180 bis 200 Franken pro Stunde hoch zu sein, doch hält sich der Stundenaufwand in der Regel in Grenzen – kommt dazu, dass ein guter Bauherrenberater hilft, teure Fehler zu vermeiden. Rund 20 Stunden beträgt der Aufwand für die Beratung beim Bau eines kleineren Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung, also knapp 4000 Franken.

 

Bauabnahme, die letzte Möglichkeit für die Mängelbehebung

Je früher der Berater beigezogen wird, desto weniger Fehler unterlaufen. Etwa nachdem bereits Verträge unterzeichnet und wichtige Entscheide gefällt wurden. Am Anfang hilft der Berater beim Erstellen von Pflichtenheften, bei der Durchsicht von Verträgen, Offerten und Plänen sowie beim Festlegen wichtiger Eckwerte, etwa des Energiestandards. Während des Baus ist weniger Beratung nötig, der Fachmann macht allenfalls einmal einen Besuch auf der Baustelle, um den Stand zu prüfen oder eine heikle Phase zu überwachen. Vor dem Einzug schliesslich unterstützt der Berater den Bauherrn bei der Bauabnahme und der Erledigung der Mängelbehebung.

Quelle www.beobachter.ch

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